Infos zur Rückkehr

17Aug2013

Liebe Eltern,

die Schilderung Silvesters ersparen wir uns an dieser Stelle und geben diese verantwortungsvolle Aufgabe an ihre Kinder weiter. Sicherlich fragen sie sich schon, wann sie diese im Laufe des heutigen Tages wieder in Empfang nehmen können, folgenden Eltern müssen wir leider mitteilen, dass wir ihre Kinder auf der Fahrt verloren haben:

 

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Kleiner Witz (jaja, lustig, Micha). Also, folgende Rahmendaten:

 

Wir werden um circa 18 Uhr plus/minus einer halben Stunde wieder dort aufschlagen, wo wir abgefahren sind, also an der Schwarze-Heide-Schule.

Sollte es Verzögerungen geben, werden sie vor Ort von Gregor Ekers informiert. Der Lebensgefährte von unserer Betreuerin Vivien Werner hat sich bereit erklärt, durchgehend vor Ort zu sein, so dass wir bei Verzögerungen mit ihm Kontakt aufnehmen und über ihn sie im Fall der Fälle informieren werden. Sie erkennen Gregor an folgenden Erkennungsmerkmalen: Junger Mann, Brille, Mütze. Sieht aus wie nen Mathe-Student. 

Um 12 Uhr werden wir hier noch einmal Mittag essen, nachdem wir bis gerade das Lager wieder auf Vordermann gebracht haben. Abfahrt hier ist um 14 Uhr. In ganz, ganz dringenden Fällen können sie mich unter 0157 721 59 126 ab 14 Uhr erreichen.

So, ich hoffe, wir haben alles wichtige geschrieben. Na denn: Bis gleich :)...

Lieben Gruß

Michael Kazmierski

Kurzinfo II

16Aug2013

Liebe Eltern,

auch heute hat die Kraftlosigkeit gewonnen, so dass wir die Schilderung des heutigen Tages auf morgen vormittag verschieben. Dort werden wir auch Infos über unsere Rückkehr geben und das alles in einem Abwasch erledigen. Zu heute sei gesagt: Koffer aufräumen scheint Kindern irgendwie ganz wenig Spaß zu machen, Wunderkerzen dafür umso mehr :)... und Kindersekt scheint irgendwie doch ne Wirkung zu haben, zumindest haben die Stöpsel heute Abend trotzdem noch einmal Vollgas gegeben. Aber sie haben es sich auch verdient ;)...

Lieben Gruß

Michael Kazmierski 

Der Weihnachtsmann im Bikini, oder: Der Tag, an dem alle Grenzen fallen...

16Aug2013

So, mit etwas Verzögerung nun die Schilderung zum gestrigen Tag. Man brauchte seine Nacht, um wieder in die Spur zu kommen, die Eindrücke und Erlebnisse waren dann doch zu prägend, um einfach so zur Tagesordnung überzugehen, und wie gesagt: Weihnachtsgedichte in kurzen Hosen bei circa 25 Grad haben ihre ganz eigene Qualität. Aber mal von Anfang an…

Man muss sich folgende Szenerie vorstellen, um das „Drama“ des Tages angemessen beurteilen zu können: Stellen sie sich vor, sie kommen um 11 Uhr in einen Speisesaal und das erste, was sie sehen, sind grün-goldene Girlanden, die von der Wand und an den Fenstern hängen. Da ihnen weiblicher Deko-Wahn aber nur zu vertraut ist, scheint das auf den ersten Blick nicht wirklich überraschend, aber als sie ihren Kopf drehen, erkennen sie drei lagerbekannte Jungs, die sich ansonsten eher dem runden Leder widmen in ihren Gladbach- und Schalke-Trikots (igitt!) an einem Tisch sitzen und bemerken wie diese entgegen ihrem eigentlichen Naturell, welches sich ausschließlich auf rollende Bälle konzentriert, mit Filzstiftern freudestrahlend die ersten Nikolausbilder ausmalen. Da sie dieses Bild nicht wirklich einordnen können und auch ansonsten tendenziell eher irritiert sind, wandern sie in die Küche, um wenigstens dort wieder auf das „echte Leben“ zu treffen, was aber leider auch nicht von Erfolg gekrönt ist. Vor ihnen tauchen nämlich just in diesem Moment vier Zwerge – anscheinend Weihnachtselfen – vor ihnen auf, grinsen wie die Honigkuchenpferde und rollen einen Teig aus. Es duftet nach Weihnachten, obwohl es offenkundig – ein Blick aus dem Fenster genügt – Hochsommer ist, auch die Schweißperlen auf ihrer Stirn können eigentlich nicht mit Schneeflocken verwechselt werden und irgendwie denken sie sich: „Normal ist das aber alles hier nicht…“. Da sie aber daran zweifeln, dass hier alle außer sie durchgedreht sind, werfen sie einen Blick in ihren Kaffee, drehen die Tasse ein wenig, um vielleicht doch Unregelmäßigkeiten im Getränk zu erkennen, riechen kurz an der Tasse und überlegen, ob sich jemand mit ihnen eine Art „halluzinogenen Spaß“ erlaubt hat, man ist schließlich in Holland, dort soll es ja in der Hinsicht generell etwas anders zugehen…

Als der erste Schock vorbei ist, sie gemeinsam mit den Kindern das Mittagessen eingenommen haben und sich Richtung Nachmittag orientieren – die psychische Kontrolle kehrt langsam zurück -, fällt ihnen als erstes eine Mitarbeiterin auf, die hochmotiviert mit einer Säge an ihnen vorbeigeht, sie denken: „Ok, jetzt ist es um sie geschehen…“ und bemerken diese erst wieder, als sie mit zwei Gestrüpp-Büscheln an ihnen vorbeizieht und vor sich hermurmelt: „Wir müssen den Weihnachtsbaum schmücken…“, um anschließend wieder im Speisesaal zu verschwinden. Beim Abendessen versuchen sie dann abermals irgendwie die Kontrolle zu erlangen, der mit Christbaum behangene Weihnachtsbaum kann einen auch nicht mehr schockieren, aber kurz bevor sie glauben, dass jetzt wieder alles gut und der Trip endlich vorbei ist, fängt plötzlich der gesamte Saal an „In der Weihnachtsbäckerei“ von Rolf Zuckowski zu singen. Sie können weder Lied noch Sänger in diesem Moment richtig einordnen, den Rest geben ihnen dann aber wieder die drei Fußballjungs, die plötzlich vor dem Tannenbaum auftauchen und dort ein SELBST GESCHRIEBENES Gedicht vortragen. Ihr Kopf senkt sich langsam auf die Tischplatte, im Hintergrund hören sie nur noch „So, Kinder, Bescherung!“, aber da ab jetzt eh alles egal ist, kann sie auch das nicht mehr aus den Latschen hauen, ihr Resümee: „Lieber Gott, ich hab jetzt alles erlebt, bitte hol mich hier raus...“

Der Abend endete dann damit, dass wir den Kindern mit „Der Grinch“ eine der bekanntesten Weihnachtsgeschichten zeigten, die Plätzchen wurden verzehrt, Punsch getrunken und auch ansonsten war alles so irrsinnig wie immer. Dass dies alles langsam an die psychische Substanz geht, will ich an dieser Stelle gar nicht verleugnen, und auch die Kinder haben ihre Betten langsam lieben gelernt. Heute sind wir eine halbe Stunde später erst aufgestanden, wir müssen Kräfte sammeln, bevor wir heute Abend das neue Jahr begrüßen werden, man gönnt sich ja sonst nichts. Und dann ist sie auch schon wieder vorbei, unsere Fahrt, viel zu kurz waren die Tage für all das, was wir hier angeleiert haben, aber eines lässt sich wohl jetzt schon sagen: Den Quatsch wird keiner von uns so schnell wieder vergessen. Es macht einfach einen riesigen Spaß ;)…

Lieben Gruß

Michael Kazmierski

Kurzinfo

16Aug2013

Aufgrund akuten Schlafmangels aller Beteiligten verschiebt sich der heutige Blogeintrag auf morgen vormittag. Nur soviel: Weihnachtslieder in kurzer Hose sind irgendwie gaga :)...

Lieben Gruß

Michael Kazmierski

Laternen durchs Dorf, oder: Kein Wunder, dass die Holländer uns für meschugge halten…

14Aug2013

Ach, die sind hier doch alle komplett irre. Was sich am Vormittag noch nicht abzeichnete, dort ließen wir dann den Kindern endlich die Möglichkeit, ihr wohlverdientes Taschengeld unter die Leute zu bringen. Renesse war unser Zielort und hätte man uns vorher gesagt, dass an diesem Tag Markt ist - mit Fischbuden, Souvenirständen und allem, was dazugehört -, dann hätten wir uns vielleicht dreimal überlegt, ob wir den direkten Weg durch die Stadt nehmen. So kam es aber, dass wir uns mit vierzig Kindern an Ständen vorbeizwängten, Holländer und deutsche Touristen links und rechts liegen ließen und den Marktplatz ansteuerten. Dass uns dabei kein Kind verloren ging, zeugt aber nur davon, dass wir hier eine ziemlich gute Bande vor Ort haben. Und auch wenn wir manchmal mit den Zwergen meckern müssen: Das hier vor Ort ist ein guter Haufen und es macht uns einen Heidenspaß mit den Zwergen und Zwerginnen.

Den Nachmittag ließen wir nach dem ganzen Aktionswahn dann zur freien Gestaltung offen, manche Kinder lasen und ruhten sich auf dem Zimmer aus, andere tummelten sich auf dem Fußballplatz und ließen die Kugel rotieren. Erst gegen Abend durfte dann St. Martin durchs Tor reiten, aber vorher war noch der große Laternenzug angesagt. Etwa zwanzig Kinder, die das Angebot nutzten, Laternen zu basteln, zogen durchs Dorf und sangen St. Martins-Lieder und wie gesagt: Es wundert nach diesen Erfahrungen nicht, dass unsere holländischen Nachbarn zwischendurch mal denken, dass wir sie nicht mehr alle auf dem Zaun haben, aber wer sich von labrigem Brot und Frikandel ernährt, sollte sich vielleicht auch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen ;)… (Anmerkung: Dies alles ist nur Spaß. Ich liebe Holland!)

Als unser Laternenzug dann endlich wieder das Lager erreichte, war unser Martinsfeuer bereits entzündet. Drei unserer Mädels hatten schon im Laufe des Nachmittags das Martins-Stück geprobt, und da ein Pferd auf die Schnelle nicht aufzutreiben war, musste ein geschmückter Bollerwagen als Reittier herhalten, was aber die schauspielerische Leistung der drei nicht schmälern konnte, und daher: Chapeau, Mädels! Das habt ihr großartig gemacht.

Als St. Martin dann wieder davonritt, ist ihm vielleicht der Weihnachtsmann begegnet, denn diesen erwarten wir morgen, wenn hier Weihnachtsplätzchen gebacken werden und der Christbaum geschmückt wird. Gott sei Dank bleiben wir dann in unseren eigenen vier Wänden, nicht auszumalen, was passieren würde, wenn die Holländer auch das noch zu Gesicht bekämen. Wobei wir davon ausgehen, dass der Weihnachtsmann morgen im Bikini anreisen wird, so „tropisch“ waren heute die Temperaturen. Wie Sie sehen: Uns allen geht es gut, so gut, dass wir alle langsam den Verstand verlieren ;)…

Aber das soll auch so sein. Und wird auch hoffentlich die letzten Tage so bleiben.

Lieben Gruß

Michael Kazmierski

Wenn Scharendijke langsam zu Mallorca wird...

13Aug2013

Man könnte meinen, dass ein Tag am Strand und abendliches Grillen vielleicht ein bisschen Erholung und Entspannung bringen, auch wir Betreuer glaubten, dass dies der Tag der Tage wäre, an dem wir die Seele einmal so richtig baumeln lassen könnten. Schließlich war unser heutiges Thema „Sommer und Urlaub“, die Jecken und der Osterhase waren schon längst wieder über alle Berge verschwunden, so dass von diesen Kumpanen keinerlei Gefahr mehr ausging, aber nichtsdestotrotz: Auch das wollte ja erst einmal verarbeitet werden. Nun denn, was wir nicht bedacht hatten, war, dass „Sommer und Urlaub“ ja nicht gleich „Wellness und Sauna“ bedeuten muss, sondern auch mit „Mallorca und Vollgas“ übersetzt werden kann, aber mal alles von Anfang an…

Wie es sich für einen richtigen Sommertag gehört, starteten wir unseren Tag in aller Ruhe am Strand. Schon beim Frühstück schmierten sich die Kinder Stullen für den langen Tag, wir packten die Bollerwagen mit Schaufeln, Eimern und Bällen voll, bevor die große Reise begann. Als wir dann endlich den feinen Sand unter den Füßen hatten, das Meer vor uns lag mit all seinen Wellen und die Möwen über uns kreisten, in der Hoffnung etwas Proviant abstauben zu können, war es eigentlich schon ein perfekter Tag. Die Kinder sprangen zwischendurch ins kühlende Nass, ein Burgenbauwettbewerb und Mosaike aus Muscheln sorgten für Abwechslung und wer wollte, konnte sich einfach auf seinem Handtuch hin und her wälzen und die wärmenden Sonnenstrahlen genießen.

Den Abend läuteten wir mit einem Grillabend ein und zwischen den einzelnen Gängen nahm die Nummer dann langsam an Fahrt auf. Waren es am Anfang nur ein paar Wasserspiele, die das erste Tempo in den Abend reinbrachten, hatte man spätestens bei der anschließenden Wasserschlacht das Gefühl, dass hier bald Ende im Gelände mit „beschaulich“ und „ausklingen“ sein sollte, jetzt ging es darum noch einmal, alles zu geben, und was soll man sagen: Spätestens als irgendwann um kurz vor zehn das gesamte Lager mit Knicklichtern bewaffnet roten Tee aus „Sangria“-Eimern trank (keine Sorge: Tee!), die eine Hälfte den „Gangnam“-Style tanzte, die andere Hälfte zur Polonaise ansetzte, konnte man das Thema Ruhe dann komplett ad acta gelegen, hier wurde schließlich gefeiert und getanzt…

Aber jede Party hat mal ihr Ende und so sitze ich jetzt hier, während die anderen BetreuerInnen die Kinder gerade zu Bett bringen, wobei ich mir sicher bin: Der „Gangnam“-Tanz wird nicht der letzte des Abends gewesen sein, denn dafür scheint es den Jungs und Mädels dann doch ein bisschen zu viel Spaß gemacht zu haben. Naja, abwarten und wollen wir mal sehen, was St. Martin zu uns sagt, denn der kommt Morgen hier durchs Tor geritten. Es bleibt spannend…

Gute Nacht und einen lieben Gruß

Michael Kazmierski

Kurze Zwischeninfo: Fotos

13Aug2013

Liebe Eltern,

sicherlich sind Sie ganz heiß auf unzählige Fotos Ihrer Kinder und wir können das nur zu gut verstehen. Leider haben wir bisher noch keine Möglichkeit gefunden, alle oder zumindest eine Vielzahl von Fotos irgendwo zu "lagern" und Ihnen online zugänglich zu machen, wir müssen auch ein wenig mit der Zeit haushalten, bevor dieser Blog ausartet und Kapazitäten frisst, die wir besser mit Ihren Kindern verbringen können.

Was wir Ihnen aber schon sagen können: Nach der Fahrt werden Sie alle die Möglichkeit kriegen, sich unzählige Scharendijke-Fotos auf CD oder DVD anzusehen, wir sammeln hier alles, was wir an Bildmaterialien zusammenkriegen und sind jetzt schon bei mehreren hundert Fotos gelandet. Also in dieser Hinsicht: Keine Sorge :)...

Dies nur als kleine Zwischeninfo. Lieben Gruß

Michael Kazmierski

Ostern im Hochsommer

12Aug2013

Als Erwachsener hat man ja ständig den Eindruck, dass die Zeit wie im Flug verrinnt, hier vor Ort ist es aber noch viel schlimmer. Nachdem wir gestern noch bei Pappnasen und Luftballon-Tanzen waren, sind wir heute schon bei Ostern gelandet. Und das im Hochsommer. Aber das Klima ist ja auch nicht mehr das, was es mal war...

Da aber ausser Ostereiern sich auch viele andere Dinge nur schwerlich auffinden lassen, haben wir nach ersten Verlustmeldungen beschlossen, erst einmal dafür zu sorgen, dass sich alle Dinge wieder an ihrem Ort befinden und den hochoffiziellen "Wer hat das schönste Zimmer?"-Wettbewerb ausgerufen. Für zu Hause kann ich nur raten: Bei unaufgeräumten Zimmern Preise fürs Aufräumen vergeben, auch wenn Sie dann wahrscheinlich in absehbarer Zukunft einen Großteil ihres Hab und Guts verloren haben werden.

Nachdem aber dann alles wieder blitzte und blinkte, konnten wir endlich den Osterhasen begrüßen. Die Kinder bastelten zu diesem Zweck Osterkörbchen, bemalten Ostereier und backten Osterhasen und Osterlämmer. Und gesucht wurde natürlich auch. Mitten im Hochsommer schlichen über 40 Kinder durchs Gestrüpp und über die Wiesen, um all die Eier zu finden, die vorher in mühevoller Kleinarbeit rot, blau und in allen anderen Farben eingefärbt wurden. 

Der Abend endete dann mit dem Oster-Chaos-Spiel, dies zu beschreiben, würde hier zu weit führen, es sei nur soviel gesagt: Es musste erklärt werden, wie Bienen rückwärts fliegen, Lieder gesungen, Aufgaben erledigt und ganz viel gesucht und gefunden werden. Aber das erzählen ihre Kinder ihnen dann am besten, wenn sie wieder daheim sind.

Morgen werden wir dann einen klassischen Urlaubstag machen und einen Großteil des Tages am Strand verbringen. Hoffen wir, dass es dann genauso weitergeht wie bisher, denn dann wirds auch  morgen wieder ein spannender und erlebnisreicher Tag für alle Beteiligten.

Mit liebem Gruß

Michael Kazmierski

 

Die heutigen Redaktionsmitglieder waren:

Dzejlan S., Tim L., Frank S., Maurice G., Nathalie I., Jordan K. 

Von Muscheln und anderem Getier

11Aug2013

Während ich hier gerade am PC sitze und diesen Blog schreibe, erholen sich die Kinder gerade von einem anstrengenden und aufregendem Tag. Und weil es viel zu erzählen gibt, werden wir ab jetzt auf Co-Autoren zurückgreifen, denn alleine ist so eine Vielfalt an Informationen ja nicht mehr zu bewältigen. Jeden Abend setzen wir uns also mit einem Redaktionsteam zusammen und reflektieren den Tag. 

 Heute morgen haben wir den Strand besucht. Alle Kinder erkundeten den Sand nach totem Seegetier, auf der Liste der "Fundgegenstände" fanden sich dann so Tiere wie Krebse, Quallen oder Seesterne und auch der kurze Regen, der einsetzte, konnte die allgemeine Freude nicht trüben, von einigen wenigen "Fußkranken" mal abgesehen, welche den Satz "Wann sind wir da?" rhythmisch wiederholten.   

Als wir dann nach dem Mittagessen die erste Taschengeldausgabe machten und den Kiosk eröffneten, wurden wir aber auch wieder schnell daran erinnert, dass nichts Kinder so schnell kaputtmachen kann, da diese zum einen anscheinend über Energiereserven verfügen, die uns Erwachsenen unbekannt sind und zum anderen ihren Energiehaushalt mit einer Vielfalt von Süßspeisen und Getränken wieder auf Vordermann bringen, ergo: Wir haben gegen die Racker einfach keine Chance :)...  

Nach der Mittagspause wurde es dann jeck. Die Kinder bastelten Masken, ließen sich schminken und schmückten den Raum zur großen Karnevalsparty. Und um 19:45 Uhr öffneten sich dann die Pforten. Angetrieben von Karnevalsklassikern wie dem "roten Pferd" wurden dann in verschiedenen Wettbewerben wie Stopp- oder Ballontänzen die Sieger ermittelt, anderthalb Stunden etwa wurde getanzt, gesungen und geklatscht, was das Zeug hielt.

 

Jetzt gerade ist es ruhig, auch die Kinder, welche gestern noch aufgekratzt versuchten, die Nacht zum Tag zu machen, brauchen anscheinend ihre Ruhe, um alles zu verarbeiten, was man hier so an Erfahrungen mitnehmen kann. Und morgen geht es direkt weiter, schließlich wartet der Osterhase schon ungeduldig auf seinen Einsatz. Mehr dazu aber dann morgen, wenn unser Redaktionsteam sie wieder aus Scharendijke begrüßt.

Lieben Gruß

Michael Kazmierski

 

Das heutige Redaktionsteam: 

 Emily P., Sophia I., Teresa S., Franzi M., Franzi S., Justin W., David D., Christoph R.

Die wilde Herde entert das Dorf...

10Aug2013

Die wichtigste Nachricht vorneweg an alle "hysterischen" Mütter und Väter: Trotzdessen das der Bus auf den ersten Blick vielleicht nicht danach aussah, sind wir dennoch alle heil und wohlbekommen in unserem Ferienhaus in Scharendijke angekommen, die Fahrt verlief ohne Probleme, auch das Gerücht, dass es sich bei dem Busfahrer um Mark Medlock handelte, bestätigte sich Gott sei Dank nicht.

Der erste Tag stand natürlich im Zeichen des Enterns und Kenterns. Die Zimmer wurden bezogen, der Speisesaal gestürmt, das Haus sowie alle Spielmöglichkeiten erkundet und ausgetestet, und was man jetzt schon feststellen kann: Den Kindern gehts hier sichtlich gut, Heimweh-Anfälle sind die Ausnahme, die ersten Fußballpartien sind auch schon über die Bühne gegangen und während wir BetreuerInnen jetzt schon auf dem Zahnfleisch laufen, toben die Kinder hier kontinuierlich heiter durchs Haus und wirken, als wenn wir uns auf eine lange Nacht einstellen könnten ...

Morgen werden wir zu Löwen, Clowns, Affen, Karneval steht vor der Tür und wir sind jetzt schon sehr gespannt, wie uns etwaige Außenstehende betrachten werden, wenn sich die Bande hier in ein komplettes Irrenhaus verwandelt. Wobei die Jungs der Schwarze-Heide-Schule uns heute schon einen Vorgeschmack gegeben haben, als sie sich von ihren Mitschülerinnen schminken ließen und es auch den Rest des Abends nicht einsahen, irgendetwas an diesem Aussehen wieder zu verändern. Dass ich mir persönlich als Schulsozialarbeiter der Schwarze-Heide-Schule so meine Gedanken mache, inwiefern meine Arbeit mitverantwortlich ist für solches Verhalten, will ich an dieser Stelle nicht verschweigen, wobei: Eigentlich ist es ein Zeichen dafür, dass hier alle locker und gelöst sind und daher können wir sagen, dass der erste Tag ein gelungener Startschuß war für all das, was uns noch erwartet. Wir sind gespannt. Und werden Sie - wie versprochen - weiterhin auf dem Laufenden halten.

Lieben Gruß

Michael Kazmierski